|
||||||||||||||
| ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 | ||||||||||||||
|
Wir empfehlen: | |||||||||||||
1924 gab sie ihre Doktorarbeit zum Thema
„Jude und Judentum im Werke Rembrandts“ ab. Am Ende des gleichen
Jahres gab sie in der „Frankfurter Zeitung“ ihr Debüt als
Erzählerin mit „die Toten auf der Insel Djal“. Dort verwendete
sie zum erstenmal das Pseudonym Antje Seghers, das sie mit leichter
Veränderung des Vornamens ein ganzes Leben beibehielt. Diesen Namen
übernahm sie vom holländischen Maler Hercules Segers, mit dessen Werke
sie sich im Kunststudium befasst hatte.
Nach ihrer Heirat am 10. August 1925 zogen Anna
und Laszlo nach Berlin, wo er die Leitung der neu eingerichteten Marxistischen
Arbeiterschule (MASCH) übernahm.
1926 kam ihr erstes Kind, Peter, zur Welt. Zwei
Jahre später folgte Ruth. In diesem Jahr bekam Anna den sehr angesehenen
Kleistpreis für ihre zwei Werke „Grubetsch“ und „Aufstand
der Fischer von St. Barbara“. Nachdem sie als Schriftstellerin
reüssiert hatte, trat sie auch in die Kommunistische Partei Deutschlands
(KPD) ein, in der ihr Mann schon lange Mitglied war. 1929 wurde sie, die nun
künstlerisches Ansehen einbringen konnte, auch Mitglied des Bundes
proletarisch-revolutionärer Schriftsteller (BPRS). Sie war sehr engagiert
im Bund, so sagte sie: Es war die revolutionäre Gemeinschaft, die ganze
Atmosphäre, die mich im Bund heimisch werden liess. Es zeigte sich, dass
das, was ich schrieb, eine Waffe war, die im Klassenkampf mitkämpfte.
Sie fügte an: denn wir schreiben ja nicht, um zu beschreiben,
sondern um beschreibend zu verändern. Sie wurde zu einem der grossen
Aushängeschilder der KPD und des BPRS, in dessen Leitung sie 1932
gewählt wurde.
Als Kommunistin und Jüdin entsprach sie
den Feindbildern der Nazis. Seit Hitlers Machtergreifung befand sie sich denn
auch in Gefahr. „Ich verliess 1933 Deutschland, nachdem die Polizei
mich schon einmal verhaftet hatte und unter ständiger Bewachung hielt,
so berichtete sie. Anna Seghers und ihr Mann flohen über die Schweiz
nach Frankreich, das bis zum Ausbruch des Krieges eine aufnahmebereite Asylpolitik
betrieb und ihr, wie vielen anderen, die beste Zuflucht zu bieten schien. Das
Exil stand für Seghers im Zeichen des antifaschistischen Kampfes und sprach
die tiefe Einsatzbereitschaft, die ihr Leben und ihre Literatur von Anfang an
bestimmt hatten, voll an. Beide, Anna und ihr Mann, engagierten sich auch in
Frankreich sehr stark für die MASCH und den BPRS. Sie half auch bei der
Schaffung der Deutschen Freiheitsbibliothek, die am 10. Mai 1934, dem Jahrestag
der Bücherverbrennung in Berlin, eröffnet wurde. Sie hatte auch gute
Kontakte durch ihr Engagement zu französischen Schriftstellern wie z.B.
André Gide und Romain Rolland. In dieser Zeit (1933 – 47) schrieb
sie viele ihrer besten Romane, Erzählungen und Aufsätze – darunter
auch „das siebte Kreuz“ neben andern wie „Transit“,
„die Rettung“ und „ der Ausflug der toten Mädchen“.
Im Sommer 1935 konnte Anna Seghers im Rahmen des “internationalen Schriftstellerkongresses
zur Verteidigung der Kultur“ in Paris ihren ersten, für ihre zukünftige
Arbeit wesentlichen Exilvortrag „Vaterlandsliebe“ halten. Dies wirkt
sich in ihren in der Beschreibung des für sie wahren Deutschlands aus.
Zitat: Deutschland ist unser Land... überlassen wir nicht dem Feind,
dem Faschismus, die Darstellung, die Auslegung unserer Geschichte ... jeder
Quadratmeter unseres Landes zeugt von der Begabung, von der Arbeitskraft, von
dem Widerstand seines Volkes.
|
||||||||||||||
| |<< Anfang < Zurück Index Weiter > Ende >>| | ||||||||||||||
|
Zurück zur Themenseite: Biografien.org/Startseite/S Das Setzen von Verweisen (Links) auf diese Seite ist gestattet und bedarf keine vorherige Absprache. | ||||||||||||||
| Startseite | english | Bookmark setzen | Webseite weiterempfehlen | Copyright © | Impressum | ||||||||||||||